Schwarze Geheimnisse Volterras




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Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Bonnie » Do 18. Aug 2011, 21:48

Und dann ist es da wieder, das Geräusch der schlagenden Flügel, das der schwarzen Wolke vorausgeht; das Geräusch, das alle Menschen in dem kleinen Ort Volterra in ihre Häuser flüchten lässt.
Was dieser gigantische, gar unnatürlich große Schwarm Fledermäuse jedes mal ankündigt, können die Menschen Volterras nur schätzen, sich ausdenken;
doch sie wissen eines ganz genau: etwas stimmt nicht mit der Herrschaftsfamilie Volterras.

Es ist schon viele hundert Jahre her, doch die Legende lässt das kleine italienische Dörfchen nicht los.
Gräfin Comtesse führte damals die Schreckensherrschaft über Volterra.
Hunderte Menschen mussten ihr Leben geben, denn sie badete in dem Blut der Opfer und trank es, um sich zu stärken.
Eine Geisteskrankheit? Sollte es mit ihrem Tode aufhören?
Tatsächlich entstand er daraus erst, der Fluch, der die Herrschaften heute verdammt.
Sie sollen ein Leben führen, das von Blut besessen und gelenkt ist, auf dass sie ohne Blutsopfer nicht leben können - bis ihre Linie ausstirbt.

Blass sind sie, die Herrschaften Volterras, und haben allesamt dunkle Haare - aber das ist ja in Italien nicht ungewöhnlich. Auffallend sind ihre fast schwarzen Augen, die sie alle haben, egal in welcher Gemütsstimmung. Nur wenn man genau hinschaut, erkennt man kleine Farbsprenkel, die sich durch das Schwarz ziehen; bei jedem Familienmitglied in einer anderen Farbe.
- Das sind die Merkmale, die man sieht.

Was die Bürger nicht ahnen können, sind die dunklen Geheimnisse der Familie.
In Spiegelbildern sowie auf Fotos sind sie nicht zu sehen.
Nur durch ein Schmuckstück können sie in der Sonne überleben, ansonsten sind sie Wesen der Nacht, die Menschen mit ihrem Blut auch ihre Kraft aussaugen, um selbst an Stärke zu gewinnen. Und altern tun diese Vampire nur, wenn sie nicht regelmäßig auf die Jagd gehen und dürsten; und dann extrem schnell. Je durstiger sie werden, desto schneller zerfällt ihr Körper - bis sie wieder ein Blutsopfer nehmen.
Mit regelmäßigen Opfern altern sie etwas langsamer als normale Menschen; weshalb sie oft jünger geschätzt werden, als sie sind.
Wenn man sie denn mal sieht.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Clyde » Do 18. Aug 2011, 21:49

Name: Mauricio Volturi
Alter: 17
Charakter: Der kindliche Mauricio macht aus allem ein Spiel, und sei es die Jagd, wenn es ihm nach Blut dürstet; wie eine Katze mit ihrer Beute spielt er mit den Menschen und lässt sie langsam psychisch zugrunde gehen, ehe er sie - endlich, mag man sagen - mit dem Tod erlöst. Er ist ein begnadeter Schauspieler, der von einer Sekunde auf die andere in eine völlig neue Rolle schlüpfen kann. Seine Bühne ist dabei die Welt. Der kleine freche Junge, der Gentleman, der Reumütige, der Jäger; Mauricio hat tausend Masken, und man kann nur ahnen, welche seinen wahren Charakter zeigt. So sehr er aber selbst nichts von sich Preis gibt, so ausgeprägt ist sein Feingefühl anderen gegenüber: Mauricio scheint immer zu spüren, wie es anderen geht. Und nutzt es schamlos aus.
Aussehen: Mauricios Haare sind schwarz wie die Nacht und glänzend wie Seide, fast kinnlang fallen sie ihm in leichten Wellen in die Stirn und über die Augen. Diese sind ebenfalls schwarz, wie bei allen der Familie. Wenn man aber genau hinsieht, erkennt man die silbernen Sprenkel, die sich wie die Sterne am Firmament über seine Iris spannen; außen noch vereinzelt, werden es zur Pupille hin schier tausende, alle winzig klein. Ebenfalls wie alle in der Familie, ist Mauricio unnatürlich blass - eine Seltenheit in Italien. Lächelt Mauricio sein perfekt eingeübtes, Bergeschmelzendes Lächeln, entblöst er zwei Reihen gerader, perfekt weißer Zähne - mit etwas zu spitzen Eckzähnen. Zwar ist Mauricio nicht klein, aber dünn, gar schmächtig; er wirkt insgesamt nicht gerade stark. Allgemein hat er eher kindliche Züge und würde nie auf 17 geschätzt werden.
Rolle: Vampir - Sohn der Herrschaftsfamilie
Sonstiges: Das , das Mauricio an einer Silberkette um den Hals trägt, ist sein einziger Schutz vor dem Tageslicht. Es trägt die feine, verschnörkelte Inschrift "Carpe Noctem", die man jedoch nur bei genauem Hinsehen entziffern kann.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Bonnie » Do 18. Aug 2011, 21:52

User: Bonnie
Name: Lilith Craig
Alter: 17 Jahre
Charakter: Lilith zu beschreiben fiel einem schon zu Zeiten schwer, als sie noch kein "Drecksmonster" war, als das sie sich gerne selbst betitelt. Doch was einem wohl ziemlich schnell auffällt ist, dass sich Lilith nur ungerne unterordnet oder auf den Rat anderer hört. Viel mehr ist sie der Meinung, dass sie aus ihren eigenen Fehlern mehr lernt als aus denen anderer, und so wäre es ja auch Sinnlos Fehler zu vermeiden. Wäre sie kein Mädchen, so hätte sie wohl schon häufiger das ein oder andere blaue Auge gehabt, doch so konnte sie sich bisher mit ihrem unwiderstehlichen Charme aus fast jeder noch so brenzlichen Situation retten. Und wenn das reine Wimpern-Klimpern nicht reicht, kann sie sich mittlerweile auch ganz gut anders helfen.
Aussehen: Die blasse Lilith hat ein so scheinheiliges Aussehen, dass ihr kein Mensch auch nur das kleinste Vergehen ankreiden würde. Um das schmale Gesicht fallen die goldblonden Locken und verleihen Lilith, mit dem nicht ganz anständigen Lächeln auf den Lippen, das Aussehen eines Engels, dass nicht mal durch die dunklen Augen mit den blutroten Sprenkeln, die aussehen, als sei ihr Blut in die Augen getropft, getrübt wird. Das fast begierige Lächeln auf ihren Lippen entblößt zwei perfekte Zahnreihen, weshalb sich Lilith um so mehr darüber ärgert, dass sie ihr Antlitz nicht mehr in Spiegeln sehen und bewundern kann. Nur manchmal entgleist ihr jeglicher, noch so geübte Gesichtsausdruck, dann wirkt sie unbeherrscht und in den dunklen Augen kann man ihr bis in das brodelnde Innere sehen.
Rolle: Wandernder Vampir.
Sonstiges: Sie hasst niemanden wirklich, und dennoch ist es bezeichnend, dass der Großteil ihrer Opfer aus Jungen und jungen Männern besteht, denen sie mit größter Vorliebe die gesamte Kehle zerfetzt. Ursprünglich stammt Lilith aus Schottland, doch seit dem sie unfreiwillig verwandelt wurde, hat sie keine Heimat mehr, denn kein Ort war bisher fesselnd genug um sie halten zu können. Ihr Schutz vor der Sonne ist ein , mit einem Karneol-Stein, der in verheißungsvollem Dunkelrot schimmert.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Bonnie » Mo 29. Aug 2011, 22:02

Lilith

Es war angenehm kühl in der Stadt, die ich erst seit einigen, wenigen Tagen meine Heimat nannte. Vermutlich würde ich auhc hier nicht all zu lange bleiben, vielleicht bis zu dem Moment, bis man mich wieder einmal fast entlarvte. Aber bis dahin konnte ich mich voll und ganz meinen Gelüsten hin geben - so wie ich es jetzt grade tat.
Der Mann war aus einer der Gassen getorkelt gekommen und ich hatte ihm einfach nicht widerstehen können, binnen Sekunden hatte ich ihn davon überzeugt, dass er mit mir kommen wollte - nur Gott alleine würde wissen, was er sich von dieser Begegnung erhoffte, aber das was er bekam war definitiv etwas anderes. Meine Stimme schlug um, der wohlklingende, lockende Ton wich und machte einer Kälte platz, die mich vor noch einigen Monaten selbst zu Tode erschreckt hatte, doch mit der Zeit gewöhnte man sich an alles. "Es tut mir ja so leid." Oh ja und wie es mir das tat, so unheimlich leid tat es mir, als ich nur Minuten später neben dem reglosen Körper auf dem Boden hockte, die Fangzähne im Hals vergraben und gierig das Blut trank, dass mir entgegen sprudelte.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Clyde » Di 30. Aug 2011, 18:18

Mauricio

Seit Wochen schlugen die Zeitungen wild Alarm, eine "Bestie" sein in Volterra unterwegs. Es hatte in Volterra schon immer diese 'mysteriösen' Zwischenfälle gegeben, dass Menschen verschwanden oder blutige Leichen gefunden wurden, mysteriös für die Menschen, denn unsere Familie, sagen wir, hatte eine ungefähre Ahnung, was vor sich ging. Aber in letzter Zeit geschah zuviel, das nicht auf unser Konto ging. Nun - meinem Vater war es offensichtlich egal, obwohl ich mir nicht sicher war, wieviel in seinem Hirn überhaupt noch ankam; mit seinen 50 Jahren sah er doppelt so alt aus, er wollte nichts trinken, mit Gewalt musste ich es ihm immer wieder einflößen, damit er nicht bald schon zu Staub zerfiel. 'Ich will mit der Gewissheit sterben, keinen Menschen getöten zu haben'. Schwachkopf, dämlicher Schwachkopf. Und meine Schwester hatte er mit dem Gerede auch schon angesteckt. Auch heute wieder hatte sie sich heulend in ihr Zimmer eingeschlossen. Ich hatte eine Katze getötet, sie war mit mit einem Fauchen über den Weg gelaufen und ich hatte schlechte Laune gehabt, also, selbst schuld, das dumme Vieh. Es würde mein Mitbringsel sein. Tierblut hatte nicht die selbe Wirkung wie Menschenblut, aber würde Marielles Leben hoffentlich wenigstens so lange erhalten, bis ich meine Schwester davon überzeugen konnte, wieder von einem Menschen zu trinken.
Jetzt lehnte ich an der kühlen Steinmauer, hatte eine Augenbraue spöttisch hochgezogen, die Arme locker vor der Brust verschränkt, in einer Hand baumelte die katze, die ich am Schwnaz hielt - und ich hatte offensichtlich soeben die "Bestie" gefunden. "Guten Appetit."
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Bonnie » Di 30. Aug 2011, 20:17

Lilith

Mit einem leisen schmatzenden Geräusch löste ich mich von meiner Mahlzeit, blickte durch die Dunkelheit direkt in das Gesicht des Fremden. Ein Junge keinesfalls älter als ich, doch seiner Reaktion nach zu urteilen, kein Mensch. Und das verwirrte mich - hieß das, hier gab es wirklich andere Vampire und die ganzen Mythen sollten doch wahr sein?! "Vielen Dank.." Meine Stimme fühlte sich rau und kratzig an, während ich mir mit der Zunge über die Lippen fuhr und einen letzten Tropfen Blut von ihnen ableckte, war ich mir nicht sicher, was ich als nächstes sagen oder tun sollte. Was würde man denn normalerweise sagen, wenn ein Fremder ansprach? "Wer bist du?" Meine Stimme hatte sich wieder gefestigt und nun klang sie ebenso bedrohlich wie vor meiner Mahlzeit und wenn ich ehrlich war, hätte ich gegen diesen kleinen, süßen Snack auch nichts gehabt. Aber erst einmal wollte ich wissen, weshalb er so ruhig blieb - während alle anderen vor mir weggelaufen wären.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Clyde » Di 30. Aug 2011, 21:30

Mauricio

"Danke" echote ich fassungslos mit einem Kopfschütteln. Ich ließ die Katze fallen, brauchte nämlich beide Hände, um selbige ärgerlich in die Hüfte zu stemmen. "Ich erwische sie mitten in der Innenstadt beim abschlachten eines Menschen und sie sagt Danke. Was wird das, wenn's fertig ist?" Wusste sie, wer und was ich war? Einer wie sie? Konnte sie es irgendwie erkennen? Ich kannte nur meine Familie, ich wusste nicht, wie man fremde Vampire erkannte. Wenn ich ehrlich war, hatte ich bis gerade eben geglaubt, außer uns gäbe es gar keine. Aber das würde ich selbstverständlich nicht zugeben. Gensausowenig dachte ich auch nur daran, ihr auf ihre Frage zu antworten. Sie war immerhin die Fremde, die sich einfach an Menschen aus meinem Revier vergriff. Mich kannte man hier, ich brauchte mich normalerweise nicht vorstellen.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Bonnie » Di 30. Aug 2011, 21:46

Lilith

Hatte ich mich geirrt und er war doch kein Vampir? Aber welchen anderen Grund sollte er haben hier reglos zu stehen und mir zuzusehen, wie ich diesen Kerl aussaugte?! Langsam stand ich aus meiner Raubtierhaften Haltung auf, war tatsächlich größer als er und blieb doch stehen wo ich war. Nicht dass er versuchte vor mir weg zu laufen. "Was glaubst du was ich hier mache?!" Mein Blick war eindringlich, sollte er ebenfalls ein Wesen der Nacht sein, sollte er sich bald zu erkennen geben, nicht, dass es unnötiges Blutvergießen gab und ich ein armes, kleines, unschuldiges Kind auf dem Gewissen hatte. Es war ja grade zu niedlich, wie er die Hände in die Hüften stemmte - erinnerte mich an ein aufmüpfiges Gör.. genau betrachtet hatte er vieles davon. Die Größe, die Statur, die Haltung.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Clyde » Sa 15. Okt 2011, 16:49

Mauricio

Menschen - oder Wesen - die größer waren, als ich, schüchterten mich schon lange nicht mehr ein. Man gewöhnte sich daran, wenn man eine Ecke langsamer als andere alterte. Man gewöhnte sich auch an die blöden Kommentare, die dazu abgegeben wurden, obwohl ich den Jungen dafür manchmal am liebsten in aller Öffentlichkeit an die kehle gesprungen wäre; was denn, ich hatte auch Gefühle!
Trotzig blickte ich zu dem Mädchen auf, das seinerseits keine Anstalten machte, sich zu nähern. "Morden. Trinken. Und eine ziemliche Schweinerei dabei." erwiederte ich lakonisch auf ihre Frage, die vermutlich eigentlich keine Antwort erwartet hatte. Oder zumindest nicht diese.
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Re: Schwarze Geheimnisse Volterras

Beitragvon Bonnie » Sa 15. Okt 2011, 21:26

Lilith

Noch einmal fuhr ich mir mit der Zunge über die Lippen, spürte noch einmal den herrlichen Geschmack von Blut darauf, ehe ich die Schultern gänzlich straffte, jetzt wirklich einen Blick für ihn übrig hatte. Meine Beute war bisher immerhin viel interessanter gewesen. "Wieso fragst du, wenn du es weißt?" Es war eine wohltat, dass meine Stimme sich wieder anhörte wie die meine, nicht mehr wie das raue Fauchen einer Katze sondern viel mehr ein liebliches Schnurren, mit dem ich seit meiner Wandlung in dieses Etwas schon den ein oder anderen Jungen rumgekriegt und vernascht hatte. Thihi.
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